Strafbefehl erhalten – Was Sie jetzt tun sollten

Ein Brief vom Amtsgericht im Briefkasten – und plötzlich steht dort schwarz auf weiß: Strafbefehl wegen einer Straftat. Für viele ist das ein Schock. Doch was genau bedeutet es, einen Strafbefehl erhalten zu haben? Welche Rechte haben Sie? Und was sollten Sie jetzt unternehmen?

In diesem Ratgeber erklären wir Ihnen, was ein Strafbefehl ist, welche Folgen er haben kann – und warum es oft entscheidend ist, schnell rechtlichen Beistand zu suchen.


Was ist ein Strafbefehl?

Ein Strafbefehl ist eine gerichtliche Entscheidung ohne mündliche Verhandlung, mit der eine Strafe (meist Geldstrafe, seltener Fahrverbot oder Bewährungsstrafe) gegen Sie verhängt wird. Die Staatsanwaltschaft beantragt den Strafbefehl beim Amtsgericht, wenn sie der Meinung ist, dass die Beweislage klar ist und ein „kleines“ Strafverfahren auch ohne Hauptverhandlung abgeschlossen werden kann.

Typische Fälle, in denen ein Strafbefehl erlassen wird:

  • Verkehrsdelikte (z. B. Unfallflucht, Trunkenheit am Steuer)
  • Diebstahl oder Betrug in geringerem Umfang
  • Fahrlässige Körperverletzung
  • Beleidigung
  • Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz

Strafbefehl erhalten – was bedeutet das für Sie?

Wer einen Strafbefehl erhält, gilt nicht automatisch als vorbestraft, doch Vorsicht: Ein rechtskräftiger Strafbefehl hat die gleiche Wirkung wie ein Urteil. Es drohen:

  • Eintrag im Bundeszentralregister (Strafregister)
  • Punkte in Flensburg
  • Eintrag im Führungszeugnis (je nach Höhe der Strafe)
  • Führerscheinverlust
  • Berufliche Konsequenzen (z. B. bei Beamten, Pflegekräften, Berufskraftfahrern)

Achtung: Auch wenn der Strafbefehl zunächst „nur“ nach einem Bußgeld oder einer Geldstrafe klingt – er ist eine strafrechtliche Verurteilung mit weitreichenden Folgen.


Was tun, wenn Sie einen Strafbefehl erhalten haben?

Wenn Sie einen Strafbefehl erhalten, gilt: Schnell reagieren! Ab Zustellung des Strafbefehls haben Sie nur 2 Wochen Zeit, um Einspruch einzulegen. Danach wird der Strafbefehl automatisch rechtskräftig – mit allen Konsequenzen.

Unsere Empfehlung:

Nehmen Sie den Strafbefehl ernst – auch bei vermeintlich geringfügigen Vorwürfen
Keine voreiligen Zahlungen leisten
Schweigen Sie gegenüber Polizei und Staatsanwaltschaft
Kontaktieren Sie umgehend einen Anwalt für Strafrecht
Frist von 14 Tagen einhalten!


Welche Möglichkeiten haben Sie nach einem Strafbefehl?

Wenn Sie Einspruch gegen den Strafbefehl einlegen, kann Folgendes passieren:

  • Das Verfahren wird eingestellt, wenn sich der Tatvorwurf als unbegründet herausstellt.
  • Es kommt zu einer mündlichen Hauptverhandlung, bei der Ihre Sicht der Dinge gehört wird.
  • Das Gericht kann den Strafbefehl abändern – z. B. die Strafe senken oder ganz aufheben.
  • Ein Rechtsanwalt kann verhandeln, um eine Einstellung oder mildere Strafe zu erreichen.

In vielen Fällen lässt sich durch eine fundierte Verteidigung eine günstigere Lösung erreichen als durch vorbehaltloses Akzeptieren des Strafbefehls.


Ist man mit einem Strafbefehl vorbestraft?

Nicht automatisch. Erst wenn die Geldstrafe mehr als 90 Tagessätze beträgt oder eine Freiheitsstrafe verhängt wird, gilt man als vorbestraft im Führungszeugnis. Dennoch wird jede Verurteilung im Bundeszentralregister gespeichert und kann später nachteilige Auswirkungen haben – z. B. bei Bewerbungen, Visa-Anträgen oder behördlichen Verfahren.


Wie helfen wir Ihnen nach einem Strafbefehl?

Wenn Sie einen Strafbefehl erhalten haben, stehen wir Ihnen als erfahrene Strafverteidiger zur Seite. Wir prüfen für Sie:

  • Ob ein Einspruch sinnvoll ist
  • Welche Chancen auf eine Einstellung oder Strafmilderung bestehen
  • Ob Verfahrensfehler vorliegen
  • Wie wir Ihre Interessen vor Gericht bestmöglich vertreten

Jeder Strafbefehl ist individuell – und kein Fall ist verloren.


Fazit: Strafbefehl erhalten – schnell handeln lohnt sich

Ein Strafbefehl bedeutet nicht, dass Sie machtlos sind. Doch wer ihn einfach hinnimmt, akzeptiert eine strafrechtliche Verurteilung – mit allen Folgen. Deshalb sollten Sie nicht zögern und sich frühzeitig juristisch beraten lassen.

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